iMOVE bringt deutsche Bildungswirtschaft in IOM-Dialog zur Fachkräftemobilität ein
Wie können Qualifizierung, Arbeitgeberbedarf und internationale Fachkräftemobilität besser zusammengedacht werden? Darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen, internationalen Organisationen, Wirtschaft und Berufsbildung bei einer IOM-Regionalkonferenz in Kairo. iMOVE brachte dabei gezielt die Perspektive und Angebote der deutschen Bildungswirtschaft ein.
Qualifizierung und Mobilität gemeinsam denken
Auf Einladung der International Organization for Migration (IOM) nahm iMOVE am 23. und 24. September 2026 an der Regionalkonferenz "Enhancing Regular Pathways for Accelerating Climate Action in MENA" in Kairo teil.
Die Konferenz knüpfte an den regionalen IOM-Dialog der vergangenen Jahre an und hatte das Ziel, klimaresponsive Arbeitsmobilität und sogenannte Skills Mobility Partnerships in der MENA-Region stärker in die praktische Umsetzung zu bringen – unter anderem durch konkrete Partnerschaften, Finanzierungsansätze und mögliche Pilotvorhaben.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie berufliche Qualifizierung, Arbeitsmarktbedarfe und internationale Mobilität nachhaltiger miteinander verbunden werden können.
iMOVE beteiligte sich an der Paneldiskussion "Partnerships for Implementation" und stellte vor, welchen Beitrag deutsche Bildungsanbieter bei der Vorbereitung internationaler Fachkräfte leisten können. Dazu gehören neben der fachlichen Qualifizierung auch Sprachförderung, interkulturelle Vorbereitung sowie die frühzeitige Berücksichtigung von Anerkennungs- und Zertifizierungsfragen.
Chancen für deutsche Bildungsanbieter
Ein zentraler Punkt des iMOVE-Beitrags war, Qualifizierung nicht losgelöst von späterer Beschäftigung und Mobilität zu betrachten. Bildungsangebote sollten sich möglichst eng am konkreten Bedarf von Arbeitgebern orientieren und gleichzeitig nachhaltig angelegt sein.
Gerade im Kontext der Fachkräftegewinnung aus der MENA-Region ergeben sich damit interessante Anknüpfungspunkte für deutsche Anbieter der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
Austausch wird fortgesetzt
Die Resonanz auf den iMOVE-Beitrag und auf die vorgestellten Möglichkeiten der deutschen Bildungswirtschaft war sehr positiv.
iMOVE und IOM wollen den Austausch deshalb fortsetzen und weitere Formate zur Vernetzung und Kooperationsanbahnung entwickeln. Als erster Schritt ist eine virtuelle Netzwerkveranstaltung vorgesehen, bei der deutsche Bildungsanbieter mit relevanten IOM-Programmen und Ansprechpartnern zusammengebracht werden sollen.