Mittagsimpuls: Gesundheitsministerium stellt "Global Skills Partnerships" vor

Im Mittagsimpuls am 18. März 2026 stellte Henning Haab vom Bundesministerium für Gesundheit das Programm "Global Skills Partnerships" vor, bei dem sich angehende Pflegefachkräfte bereits im Herkunftsland während ihres Studiums für ihren Einsatz in Deutschland vorbereiten.

dampfende Kaffeetasse steht vor aufgeklapptem Laptop, der Bildschirm zeigt Kacheln mit sehr verschwommenen Gesichtern

In der ersten Ausgabe des neuen iMOVE-Format "Mittagsimpuls" stand das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) kofinanzierte Programm der "Global Skills Partnerships" (GSP) im Mittelpunkt.

Henning Haab informierte über den Aufbau des Pilot-Programms, das nicht zuletzt dem steigenden Bedarf von gut ausgebildetem Fachpersonal für den Bereich der Pflege und Langzeitpflege für Deutschland geschuldet ist. 

Was ist das GSP?

In vielen Ländern qualifizieren sich mehr Menschen für den Pflegeberuf, als der lokale Arbeitsmarkt aufnehmen kann.

Hier setzt Global Skills Partnerships an und öffnet internationalen Pflege­studierenden neue Chancen: Auf Basis transparenter Vereinbarungen bereiten sich die Studierenden schon während ihres Studiums auf ihre Arbeitswelt in Deutschland vor. Mit dem Erlernen der deutschen Sprache während der Ausbildung und einem zusätzlichen angepassten Curriculum entfällt ein langwieriges Anerkennungsverfahren und der Start in den Beruf erfolgt direkt.

Aktuell gibt es GSP in Mexiko, Philippinen, Indien, Indonesien, Usbekistan und Ghana. Die Ausweitung auf weitere Länder ist in Planung.

Gütesiegel "Faire Anwerbung Pflege Deutschland"

Ein besonderer Vorteil, den die Studierenden durch ihre Teilnahme an GSP haben, ergibt sich aus dem Aufbau des Lehrplans, bei dem sowohl praktische Einsätze sowie die sprachliche Vorbereitung fester Bestand sind und eine schnelle Berufsanerkennung der ausländischen Pflegekräfte möglich macht. Vor allem durch das Gütesiegel "Faire Anwerbung Pflege Deutschland" bietet GSP hohe Standards bei der fairen Rekrutierung.

Auch den Mehrwert des GSP für die Heimatländer stellte Henning Haab heraus. So profitieren Teilnehmende und Partnerinstitutionen direkt von einer Ausbildung mit starkem Praxisbezug (Skills Labs). Das qualifiziert sie für den heimischen Arbeitsmarkt und trägt gleichzeitig zur Stärkung der Infrastruktur für die dortige Berufsausbildung bei.

Fazit

Nach der Präsentation hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen einzubringen. 

Haab betonte den Wunsch des BMG nach Kooperationen mit deutschen Bildungsanbietern. Da das Programm weitergeführt und ausgebaut werden soll, bietet es auch viele Anknüpfungspunkte für die deutsche Bildungswirtschaft.

Im Gespräch zeigte sich ferne, dass die aktuellen GSP für den Pflegebereich eine Blaupause für viele weitere Branchen sein können.


Weitergehende Informationen

Global Skills Partnerships

Logo des Programms Global Skills Partnerships

 

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