Usbekistan-Deutschland Forum: Neue Impulse für die Berufsbildungskooperation

Das Uzbekistan–Germany Dual and Vocational Education Forum am 14. April 2026 in Berlin brachte Akteure aus Politik, Berufsbildung und Wirtschaft zusammen und setzte wichtige Impulse für gemeinsame Programme, bilaterale Gespräche und neue Partnerschaften. iMOVE war Partner des Forums.

zwei Männer stehen vor einer Plakatwand der Konferenz und lächeln in die Kamera

von links nach rechts: S. E. Dilshod Akhatov, Botschafter der Republik Usbekistan; Peter Pfaffe, Regional-Manager Zentralasien, iMOVE

Das Uzbekistan–Germany Dual and Vocational Education Forum machte deutlich, dass das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und deutschen Bildungsanbietern sehr groß ist.

Im folgenden Artikel hat Peter Pfaffe von iMOVE seine Eindrücke vom Forum zusammengefasst:

Plattform für Austausch und Kooperation

Das Uzbekistan–Germany Dual and Vocational Education Forum in der Botschaft der Republik Usbekistan in Berlin zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der deutsch-usbekischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung liegt. Ziel der Veranstaltung war es, die bilaterale Kooperation zu stärken, bewährte Ansätze sichtbar zu machen und konkrete Möglichkeiten für die Einführung und Weiterentwicklung dualer und berufsbildungsbezogener Programme auszuloten.

iMOVE war Partner der Veranstaltung und beteiligte sich am Fachprogramm. Im ersten Panel zu den Berufsbildungsreformen in Usbekistan und zu den Chancen des deutschen Modells stellte Peter Pfaffe für iMOVE Erfahrungen aus der Entwicklung gemeinsamer Berufsbildungsprogramme mit deutschen Partnern vor.

Konkrete Gespräche, erste Vereinbarungen

Ein zentrales Merkmal des Forums war seine starke Praxisorientierung. Bereits im Veranstaltungsprogramm war vorgesehen, bilaterale Gespräche zu führen und Vereinbarungen zu formalisieren. Damit war das Forum von Beginn an auf konkrete Zusammenarbeit ausgerichtet.

Aus iMOVE-Sicht besonders erfreulich war die starke Präsenz deutscher Bildungsanbieter aus dem Netzwerk. Rund ein Dutzend Unternehmen aus dem iMOVE-Umfeld nahm an der Veranstaltung teil. Einige von ihnen unterzeichneten vor Ort bereits Kooperationsvereinbarungen.

Solche Formate schaffen nicht nur Sichtbarkeit und fachlichen Austausch, sondern eröffnen unmittelbar Wege zu belastbaren Partnerschaften.

Qualitätsentwicklung durch gemeinsame Programme

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf internationalen und gemeinsamen Bildungsprogrammen als Instrument der Qualitätsentwicklung. Im zweiten Panel stellten die Panelisten unter anderem internationale Standards, Train-the-Trainer-Ansätze und Erfahrungen mit gemeinsamen Qualifizierungsformaten vor.

Gerade darin liegt ein wesentlicher Erfolgsfaktor internationaler Berufsbildungskooperation: Wirksamkeit entsteht dort, wo Ansätze nicht einfach übertragen, sondern an lokale Rahmenbedingungen angepasst, institutionell verankert und schrittweise umgesetzt werden.

gefüllte Reihen im Konferenzsaal

Berufsbildung und Fachkräftemigration zusammendenken

Auch das Thema Fachkräftemigration spielte auf dem Forum eine wichtige Rolle. Im dritten Panel standen systematische und legale Wege der Beschäftigung usbekischer Fachkräfte im Ausland im Mittelpunkt. Beiträge der Migration Agency, der Agentur für Berufsbildung, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ  und weiterer Akteure machten deutlich, dass Berufsbildung und Fachkräftegewinnung zunehmend zusammengedacht werden.

Für iMOVE ist dies ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Internationale Bildungskooperationen stärken nicht nur Qualifizierungskapazitäten, sondern können auch Brücken in weiterführende Beschäftigungs- und Mobilitätsperspektiven bauen.

Politische Unterstützung für Kooperationsausbau

Einen wichtigen politischen Akzent setzte die Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Katharina Schenk, die im Eröffnungsteil des Forums sprach. Sie hob das Thema "Einladungskultur" hervor und verwies auf die Bedeutung einer offenen und aktiv gestalteten Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.

iMOVE begleitet weiteren Prozess

Das Forum hat gezeigt, dass großes Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und deutschen Bildungsanbietern besteht. Entscheidend wird nun sein, den begonnenen Austausch weiterzuführen, erste Vereinbarungen in tragfähige Projekte zu überführen und deutsche Anbieter als verlässliche Partner sichtbar zu machen.

iMOVE wird diesen Prozess weiter begleiten, internationale Kooperationen in der beruflichen Bildung unterstützen und Brücken für nachhaltige Zusammenarbeit bauen.


Quelle: iMOVE