Thüringer Delegation wirbt in Indien für Kooperationen und Fachkräfte
Ministerpräsident Mario Voigt reist mit einer 60-köpfigen Delegation aus Thüringen nach Indien. Ziel ist es, Wirtschafts- und Forschungskooperationen auszubauen. Auch um Fachkräfte soll geworben werden.
Eine Thüringer Delegation um Ministerpräsident Mario Voigt ist am Samstag (Anmerkung der Redaktion: 30.05.2026) zu einer einwöchigen Reise nach Indien gestartet. Am frühen Sonntagmorgen wird sie in Delhi ankommen. Die 60-köpfige Gruppe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft will dort für bessere Wissenschafts- und Wirtschaftskontakte werben.
Mehr Thüringer Produkte nach Indien exportieren
Seit Januar gibt es ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und Indien, das die Zölle auf Waren der Europäischen Union drastisch senkt. Davon wollen die Thüringer profitieren und mehr Produkte nach Indien exportieren.
Im vergangenen Jahr lag die Exportrate bei 189 Millionen Euro. Thüringen könnte in Bereichen wie Photonik, Halbleitertechnologien, Medizintechnik, Künstliche Intelligenz und Maschinenbau für indische Unternehmen interessant sein.
Ministerpräsident Mario Voigt redet mit Menschen
Ministerpräsident Mario Voigt ist nach Indien gereist, um neue Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen zu fördern, Exporte zu stärken und Fachkräfte für Thüringen zu gewinnen.
Um die wirtschaftlichen Kontakte anzukurbeln, trifft sich Ministerpräsident Voigt mit zahlreichen Ministern, beispielsweise dem Bundesminister für Unternehmertum, aber auch mit der Ministerpräsidentin der Hauptstadtregion Delhi. Weiterhin sind mehrere Unternehmensbesuche geplant.
Werben um qualifizierte Fachkräfte
Die Thüringer wollen vor Ort auch um qualifizierte indische Fachleute werben. Gesundheitsministerin Katharina Schenk hat beispielsweise Gespräche in einer indischen Pflegeschule vereinbart. Auch das Goetheinstitut in Delhi will bei der Fachkräftevermittlung unterstützen.
Mitte der Woche wird die Reisegruppe von Delhi aus zunächst nach Hyderabad und dann nach Bangalore fliegen. Die zwei Städte im Süden des Landes gehören zu den wichtigsten Innovationsstandorten Indiens. Dort besuchen die Thüringer unter anderem das private Raumfahrtunternehmen Skyroot Aerospace und das indische Raumfahrtzentrum.
Hier wollen sie ihre Expertise in Sachen Optik und Photonik einbringen. Zudem will die TU Ilmenau die Kooperation mit einem führenden indischen Forschungsinstitut vereinbaren.
Quelle: mdr Aktuell, mdr.de, 30.05.2026