Bildungsexport setzt auf KI und Fachkräftegewinnung
iMOVE-Trendbarometer 2026 zeigt neue Wachstumsfelder für die internationale Bildungswirtschaft
Deutsche Bildungsanbieter zählen Künstliche Intelligenz (KI) in der Berufsbildung, Dienstleistungen für den Pflegesektor und die Fachkräftegewinnung für Deutschland zu den wichtigsten Wachstumsfeldern der exportaktiven Bildungswirtschaft. Besonders die Fachkräftegewinnung gilt in der Branche nicht nur als Zukunftsthema, sondern auch als wirtschaftlich besonders vielversprechend. Zugleich rechnen die befragten Anbieter damit, dass der Bildungsexport für sie in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Dies zeigen die Ergebnisse des Trendbarometers 2026 für die Exportbranche Aus- und Weiterbildung, das von iMOVE herausgegeben wird - eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Nach den Ergebnissen des Trendbarometers setzen Anbieter, die ihr Auslandsgeschäft ausbauen wollen, vor allem auf Weiterbildung. Sie gilt als flexibel, modular skalierbar und lässt sich - je nach Zielmarkt - gut an konkrete Bedarfe von Unternehmen und Bildungsprojekten anpassen. Im Angebotsportfolio dominieren technisch geprägte Inhalte sowie soziale, medizinische und pädagogisch-pflegerische Themenfelder. Ergänzt werden sie durch Management- und Soft-Skills-Angebote.
Bildungsexporteure erbringen ihre Leistungen sowohl im Ausland als auch für internationale Kundinnen und Kunden in Deutschland. Die Befragungsdaten zeigen einen deutlichen regionalen Schwerpunkt auf nahe und etablierte Märkte in Europa. Gleichzeitig sind Anbieter auch in Asien, Afrika sowie Nord- und Lateinamerika aktiv. Gerade in außereuropäischen Märkten sind neue Zugänge häufig von Kontakten, Kooperationen und den jeweiligen Rahmenbedingungen vor Ort abhängig.
Die Befragung zeigt zudem die Breite der Kundengruppen im Bildungsexport: Er umfasst sowohl institutionelle Vorhaben mit staatlichen Auftraggebern als auch Marktleistungen für Unternehmen und direkte Angebote an Einzelkundinnen und Einzelkunden. Für eine erfolgreiche Markterschließung sind aus Sicht der exportaktiven Bildungswirtschaft insbesondere belastbare Kontakte im Zielland und fundierte Marktinformationen entscheidend. Entsprechend richtet sich der Unterstützungsbedarf auf internationales Bildungsmarketing sowie "Türöffner-Unterstützung", etwa beim Zugang zu staatlichen Stellen und weiteren relevanten Partnern im Ausland.
Die Datengrundlage für das Trendbarometer bilden die iMOVE-Zusatzfragen zum Bildungsexport im Rahmen der Anbieterbefragung wbmonitor - einem Kooperationsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE). Für das iMOVE-Trendbarometer werden die Analysen auf rund 100 exportaktive Anbieter konzentriert.
Die Ergebnisse fließen direkt in die Arbeit von iMOVE ein: Die Initiative begleitet die deutsche Bildungswirtschaft bei der Erschließung internationaler Märkte und beim Aufbau von Kooperationen - unter anderem durch Vernetzung und Geschäftspartnervermittlung, Marktinformationen und Austauschformate. Die Ergebnisse der Anbieterbefragung tragen entscheidend dazu bei, die Unterstützungsangebote von iMOVE passgenau, zielgruppenorientiert und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
Quelle: Pressemitteilung, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), bibb.de, 27.08.2026
