Äthiopien, Kenia und Tansania stärken Kooperation in der beruflichen Bildung

Vertretungen der ostafrikanischen Länder Äthiopien, Kenia und Tansania haben einen gemeinsamen Qualifikationsrahmen für berufliche Bildung verabschiedet. Ziel ist es, die Mobilität von Fachkräften und Auszubildenden zwischen den Staaten zu erleichtern.

Während die Universitäten in der Region seit langem Austauschprogramme für Studierende und Lehrkräfte durchführen, ist die regionale oder internationale Zusammenarbeit in der technischen und beruflichen Bildung und Ausbildung (Technical and Vocational Education and Training, TVET) bisher wenig ausgebaut.

Der am 24. Mai 2022 verabschiedete Qualifikationsrahmen soll dies nun ändern und länderübergreifende Mobilitätsmöglichkeiten auf politischer Ebene verankern. Die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften steigt durch die zunehmende Industrialisierung der afrikanischen Länder und zeigt sich beispielsweise bei großangelegten regionalen Transport- und Infrastrukturprojekten.

Ein Schritt auf dem Weg zum Qualifikationsrahmen war das East African Skills for Transformation and Regional Integration Project (EASTRIP). Das fünfjährige Projekt wird von den Regierungen Äthiopiens, Kenias und Tansanias mit Mitteln der Weltbank durchgeführt, mit dem Ziel den Zugang zu ausgewählten Berufsbildungsprogrammen in drei Ländern zu verbessern und die regionale Integration zu fördern.

Im Rahmen des Projekts wurden Regional Flagship TVET Institutes (RFTI) gegründet, die sich auf bestimmte Sektoren und Berufe mit entsprechenden TVET-Zertifikaten, Diplomen und Abschlüssen spezialisiert haben. Derzeit unterstützt EASTRIP 16 im Wettbewerb ausgewählte RFTIs - sieben in Äthiopien, fünf in Kenia und vier in Tansania.


Quelle: Kooperation International, kooperation-international.de, 14.06.2022, nach einem Artikel der University World News - Africa Edition, 09.06.2022