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Doing Business Report 2010 der International Finance Corporation

11.11.2009
Die zur Weltbankgruppe gehörende International Finance Corporation (IFC) hat im September 2009 mit dem "Doing Business Report 2010" ihre neueste Analyse zum internationalen Vergleich von Rahmenbedingungen für Geschäftsaktivitäten veröffentlicht.



Doing Business Report 2010 führt Singapur auf Rang 1
Entwicklungsländer machen Fortschritte bei den Wirtschaftsreformen


Die zur Weltbankgruppe gehörende International Finance Corporation (IFC) hat am 9.9.09 ihre neueste Analyse zum internationalen Vergleich von Rahmenbedingungen für Geschäftsaktivitäten veröffentlicht. Der Doing Business Report 2010 beschreibt schwerpunktmäßig neueste Reformtrends in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Er listet rangmäßig Stärken wie auch Schwächen bei den Geschäftsbedingungen für Unternehmen in 183 Staaten auf.

Der Doing Business Report 2010 der IFC listet Singapur - zum vierten Mal in Folge - auf Rang 1 der Länder mit den besten Geschäftsbedingungen für die Unternehmenstätigkeit. Platz 2 hält Neuseeland, gefolgt von Hongkong/Volksrepublik China (4. USA, 5. Großbritannien, 6. Dänemark, 7. Irland, 8. Kanada, 9. Australien, 10. Norwegen).

Im Betrachtungszeitraum Juni 2008 bis Mai 2009 haben laut Angaben der IFC weltweit 131 Volkswirtschaften regulatorische Reformen bei den Wirtschaftsbedingungen und Geschäftsverfahren durchgeführt. Die Autoren des Reports weisen darauf hin, dass in 70 Prozent aller untersuchten Staaten mindestens eine Reform beschlossen oder umgesetzt wurde. Diese Quote stellt ein Rekordergebnis seit Herausgabe des ersten jährlichen Doing Business Reports im Jahr 2004 dar.

Die IFC untersuchte im wesentlichen folgende zehn Indikatoren - wobei die Phasen eines üblichen Geschäftszyklus nach Zeitaufwand und Kosten untersucht wurden: Geschäftsgründung, Erlangung von Baugenehmigungen, Arbeitserlaubnis, Eigentumsregistrierung, Kreditbeschaffung, Investitionsschutz, Steuern, grenzüberschreitender Warenverkehr, Vertragsdurchsetzung sowie Geschäftsliquidation.

Bemerkenswert ist - angesichts der Rückschläge durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise - die hohe Anzahl von insgesamt 287 wirtschaftlichen Reformen (plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Diese zielten in erster Linie auf Erleichterungen bei Geschäftsgründungen, Stärkung des Eigentumsrechts sowie Verbesserungen bei wirtschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen und Insolvenzverfahren.

Eine Reihe von Entwicklungsländern waren im vergangenen Jahr besonders aktiv bei der Umgestaltung ihrer Rahmenbedingungen: 75 Prozent der "low- and lower-middle-income countries" führten Reformen durch. Das entsprach rund zwei Dritteln aller im Doing Business 2010 Report erfassten Reformen.

Mit Ruanda, das im Doing Business Report von Rang 143 auf Platz 67 kletterte, führt die Liste dieser Statistik erstmals ein afrikanisches Land südlich der Sahara an. Neu in der Spitzengruppe der reformfreudigsten Länder sind Liberia, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Tadschikistan und Moldau. Bemerkenswert ist, dass Kolumbien (Verbesserung von Rang 49 auf Platz 37) wie auch Ägypten (von Position 116 auf Rang 106) viermal in den letzten sieben Jahren in dieser Spitzengruppe aufgelistet wurden.

Seit sechs Jahren kommt die IFC zu dem Ergebnis, dass Europa und Zentralasien (Europe and Central Asia Region - ECA) die Region mit dem stärksten Reformtempo ist. Trotz tiefgreifender Finanz- und Wirtschaftskrise wurden in dieser Region im Berichtszeitraum insgesamt 27 Reformen bei den Wirtschaftsbedingungen (business regulations) verzeichnet.

Besonders belebt haben sich ferner die Reformaktivitäten in der Region Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika. Im Zeitraum 2008/09 wurden in 17 von 19 Staaten Wirtschaftsreformen durchgeführt. In dieser Ländergruppe erfolgten am meisten Veränderungen in Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und den VAE.

Quelle: Artikel des Internetportals gtai - Germany Trade & Invest vom 15.09.2009, www.gtai.de

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